Anwendungsbeispiel: Sickerwassermonitoring zur Sequestrierung von CO2

Langzeitversuch zur Sequestrierung von CO2 durch Einbringung von Pflanzenkohle und Gesteinsmehlen in den Boden

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Bei der Verwitterung von Silikatgesteinen wird der Atmosphäre CO2 entzogen und langfristig in Karbonaten gespeichert. Dieser natürliche Verwitterungsprozess kann beschleunigt werden, indem diese Gesteine fein vermahlen (Gesteinsmehl) auf landwirtschaftlichen Flächen ausgebracht werden. Diese Technologie zur C-Speicherung wird als „Enhanced Weathering“ bezeichnet. Neben der Wirkung des Gesteinsmehls auf Pflanzenwachstum und Bodenchemie, wird in diesem Langzeitversuch auch die C-Sequestrierung durch Gesteinsmehle unter mitteleuropäischen Bedingungen untersucht. Hierfür wurde auf den Versuchsflächen des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums Augustenberg (LTZ) in Rheinstetten-Forchheim ein Dauerversuch mit viergliedriger Fruchtfolge (Körnermais, Winterweizen, Sojabohne und Winterroggen) angelegt. Auf zwei der insgesamt sieben Varianten werden jährlich 2,5 t Gesteinsmehl von Wollastonit bzw. Diabas je Hektar ausgebracht. Zur Bestimmung der C-Sequestrierung werden über Saugplatten Sickerwasserproben aus drei Parzellen (Kontrolle, Diabas und Wollastonit) gewonnen. Die Saugplatten sind unterhalb der Wurzelzone in 80 cm Tiefe installiert. Neben der Erfassung der Sickerwassermenge, werden in den Proben Carbonatgehalt, pH-Wert und Kationengehalte (Ca, Mg, K und Na) bestimmt.

Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg (LTZ)

gefördert durch das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR)

Ansprechpartnerin: Dr. Carola Blessing, Carola.Blessing@ltz.bwl.de