Extraktoren
Extraktoren zur standardisierten Austreibung von Arthropoden aus Boden- und Streuproben unter kontrollierten Wärme- und Feuchtegradienten. ecoTech bietet KEMPSON-Extraktoren für größere Proben und MACFADYEN-High-Gradient-Extraktoren für viele kleinere Proben.
Produkt-Untergruppen
KEMPSON-Extraktor
Der KEMPSON-Extraktor ist ein Gerät zur automatischen Austreibung von Bodenarthropoden aus Bodenproben. Die Proben werden von oben mit Warmluft erhitzt und von unten über ein kaltes Wasserbad oder Kühlkonzept gekühlt. Die Arthropoden bewegen sich zum kühleren Bereich und gelangen in die Sammelgefäße.
- Heizung mit energiesparender Umlufttechnik
- Kühlung über Kühlgerät oder Durchlaufkühlung je nach Konfiguration
- programmierbare Prozesssteuerung optional
- permanente Sichtkontrolle ohne Öffnen des Geräts
- Sonderwünsche für Größe, Design, Ausstattung, Gefäßzahl und Gefäßgröße möglich
MACFADYEN-Extraktor
Der MACFADYEN-High-Gradient-Extraktor treibt Bodenarthropoden, insbesondere Milben und Collembolen, automatisch aus. Die Proben werden von oben mit Warmluft erhitzt und von unten durch kühle, befeuchtete Luft gekühlt. Die Tiere bewegen sich zum kühlen Bereich und werden über Trichter in Gefäßen unter dem Extraktor gesammelt.
- elektronische Temperaturregelung
- programmierbare Prozesssteuerung optional
- Sammelgefäße während der Extraktion zugänglich
- variable Abmessungen möglich
- große Anzahl an Probenpositionen für kleine Proben
Auswahl- / Konfigurationshilfe
Welcher Extraktor ist geeignet?
KEMPSON- und MACFADYEN-Extraktoren nutzen beide Wärme- und Feuchtegradienten, unterscheiden sich aber in Probenformat und Anwendung. KEMPSON-Systeme eignen sich für größere Boden- oder Streuproben und flexible Gefäßgrößen. MACFADYEN-Systeme sind High-Gradient-Extraktoren mit vielen kleineren Probenpositionen, besonders für Milben und Collembolen.
- KEMPSON-Extraktor: für automatische Extraktion von Bodenarthropoden aus größeren Bodenproben mit Warmluft von oben und Kühlung von unten.
- MACFADYEN-Extraktor: für automatische Extraktion von Bodenarthropoden, besonders Milben und Collembolen, aus vielen kleinen Proben mit gekühlter und befeuchteter Luft von unten.
- Programmierbare Prozesssteuerung: sinnvoll, wenn Extraktionsabläufe reproduzierbar oder mehrstufige Temperaturprogramme erforderlich sind.
- Kühlkonzept: nach Laborinfrastruktur und gewünschtem Feuchtegradienten auswählen; je nach Extraktor Kühlgerät oder wasserbasierte Kühlung.
- Sonderabmessungen: möglich bei besonderen Anforderungen an Probenzahl, Probenvolumen, Gefäßgeometrie oder Laborplatz.
Wie Wärmegradienten-Extraktion funktioniert
Wärmegradienten-Extraktion nutzt die Verhaltensreaktion von Bodenfauna auf Trocknung und Erwärmung. Die obere Probenseite wird wärmer und trockener, während die Unterseite kühler und feuchter bleibt. Mobile Organismen wandern von Wärme und Trockenheit weg in Sammelgefäße unterhalb der Probe.
- Proben liegen auf Sieben oder Probenhaltern mit Maschenboden
- Wärme wird von oben über Lampen oder Umluftventilatoren eingebracht
- Kühlung und Feuchte werden unter der Probe gehalten
- Organismen wandern nach unten in Sammelgefäße
- Temperaturprogramm, Extraktionszeit und Probendicke beeinflussen das Ergebnis
Planung und Betrieb
Vor der Spezifikation sollte der Probenworkflow definiert werden. Probenabmessungen, maximaler Durchsatz, Sammelgefäße, Konservierungsflüssigkeit, Kühl-Infrastruktur und Prozesssteuerung beeinflussen die Konfiguration.
- Probenvolumen an Organismengruppe und Methode anpassen
- zu große Probendicke vermeiden, wenn sie die Effizienz reduziert
- Maschenweite nach Zielorganismen und Substratstruktur auswählen
- klären, ob Sammelgefäße während der Extraktion zugänglich sein müssen
- Kühlung, Wasseranschluss, Lüftung und Stromversorgung im Labor planen
Technische Informationen
| System | Wichtige technische Werte |
|---|---|
| KEMPSON-Extraktor | Abmessungen ca. 60 x 200 x 70 cm (H x B x T); Umluftheizung; max. Leistung 1000 W; max. Probenoberflächentemperatur ca. 50 bis 55 °C; elektronische Temperaturregelung mit doppeltem Überhitzungsschutz; Durchlauf- oder Kühlgerät; Edelstahlsiebe, optional 2 oder 5 mm. |
| KEMPSON Version 121/18 | Sammelgefäße ca. 20 x 20 x 16 cm; max. Probenvolumen ca. 6000 cm3; 18 Proben. |
| KEMPSON Version 121/32 | Sammelgefäße ca. 16 x 14 x 16 cm; max. Probenvolumen ca. 3000 cm3; 32 Proben. |
| MACFADYEN-Extraktor | 84 Proben; Probenvolumen 100 bis 200 cm3; Edelstahlsiebe; Maschenweite 2 mm; Umluftheizung; 1000 W; max. Probenoberflächentemperatur 50 bis 55 °C; 230 V AC, 50 Hz; separates Kühlgerät mit Befeuchter; Extraktor ca. 60 x 200 x 70 cm; Kühlgerät ca. 85 x 60,1 x 62,8 cm. |
FAQ
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Wann sollte ein KEMPSON-Extraktor gewählt werden?
Wenn größere Boden- oder Streuproben verarbeitet werden und flexible Gefäßgrößen oder Sonderkonfigurationen relevant sind.
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Wann ist MACFADYEN die bessere Wahl?
Der MACFADYEN-Extraktor eignet sich für viele kleinere Proben und ist besonders relevant für Milben, Collembolen und andere kleine Bodenarthropoden.
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Warum ist Kühlung erforderlich?
Kühlung unter der Probe erzeugt einen Gradienten, der Organismen dazu veranlasst, nach unten aus Wärme und Trocknung zu wandern.
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Können Extraktionsabläufe automatisiert werden?
Ja. Programmierbare Prozesssteuerung ist optional verfügbar und unterstützt reproduzierbare Extraktionsabläufe.
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Können die Systeme angepasst werden?
Ja. Sonderwünsche für Abmessungen, Design, Ausstattung, Sammelgefäße und Probenzahl können je nach System berücksichtigt werden.