Elutionssäulen und Perkolationssysteme
ecoTech-Elutionssäulen und Perkolationssysteme werden für gesättigte und ungesättigte Säulenversuche, Durchbruchsstudien und standardorientierte Elutionsprüfungen mit Böden, mineralischen Materialien, Bauprodukten, Abfällen und anderen porösen Medien eingesetzt. Das modulare Programm reicht von einzelnen Elutionssäulen über halbautomatische Elutionseinheiten bis zu vollautomatischen ASPA-Systemen für reproduzierbare Säulenperkolationsversuche mit hohem Probendurchsatz.
- Produkt-Untergruppen
- Auswahl- / Konfigurationshilfe
- ASPA für automatisierte Säulenperkolationsversuche
- Wie Säulenperkolation funktioniert
- Planung der hydraulischen Bedingungen
- Methodenbasierte Prüfung / relevante Standards
- Funktionsvergleich von Basic Set bis ASPA
- Technische Informationen
- FAQ
- Verwandte Anwendungen
Produkt-Untergruppen
Basic Set | Elutionssäulen
Einzelne Elutionssäulen werden für manuelle Säulentests zusammen mit vorhandener Laborausrüstung wie Pumpen, Wassertanks, Eluatflaschen und externer Steuerung eingesetzt. Sie eignen sich für flexible Forschungsarbeiten, Vorversuche und methodenbasierte Aufbauten, wenn die Peripherie im Labor bereits vorhanden ist.
- einfache Installation und Säulenbefüllung
- drei Standard-Säulengrößen: 50 mm, 65 mm und 100 mm; andere Höhen auf Anfrage
- Säulenkörper aus Borosilikatglas 3.3, PMMA optional, mit PE-Verschlüssen
- werkzeugfreies Klemmsystem für erhöhte Druckbeständigkeit
- Fallgewicht für gleichmäßige Verdichtung des Probenmaterials verfügbar
- Konzept basiert auf Anforderungen nach DIN 19528:2009
- ecoTech-Elutionssäulen verfügen über ein geschütztes eingetragenes Design
Extended Set | Halbautomatische Elutionseinheit
Die halbautomatische Elutionseinheit kombiniert Säule, hochpräzise Membrandosierpumpe und abgestimmte Peripherie für kontrollierte Laborsäulenversuche. Die Komponentenwahl und deren Anordnung sind kritisch, da Abweichungen bei Pumpe, Schläuchen, Fittings, Vorfilter oder Druckhaltekomponenten zu Fehlerquellen in strengen methodenbasierten Prüfungen werden können.
- vollständiger Aufbau für halbautomatische Säulentests
- stabiler und genauer Durchfluss auch bei Gegendruck durch die gefüllte Säule
- hochpräzise Membrandosierpumpe statt einfacher Transferpumpe
- nachgeschaltetes Druckentlastungs- / Druckhaltekonzept mit abgestimmter Geometrie
- definierte Pumpeneingangskomponenten: Schlauch, Schlauchlänge, Rohrabmessungen, Fittings und Vorfilter
- intuitive Bedienung und einfache Kalibrierung
- Komponenten können später in ein ASPA-System integriert werden
- Elutionssets für 50-mm-, 65-mm- und 100-mm-Säulen verfügbar
Professional Set | Automatisiertes ASPA-System
Das ASPA Automated Column Percolation System ist für vollautomatische Säulentests konzipiert und kann für den gleichzeitigen Betrieb separat gesteuerter Elutionsversuche konfiguriert werden. Laut Broschüre wurde das System von ecoTech in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) entwickelt und kann an unterschiedliche industrielle, materialspezifische und methodische Anforderungen angepasst werden.
- automatische Testdurchführung und geringere Abhängigkeit von Laborarbeitszeiten
- Ein- oder Mehrkanalkonfigurationen; Broschürenbeispiel mit vier separat gesteuerten Elutionsversuchen
- automatische bzw. unabhängige Fraktionierung je nach Systemkonfiguration
- Steuerungsmodul mit Prozessanzeige und Bedienung über Touchscreen
- Netzwerkanschluss, PC-Software, Alarmmanagement und Betriebs-/Ereignisprotokollierung
- sichere autonome Funktion und Notabschaltung bei Überschreitung des eingestellten Drucks
- Erstellung von GLP-Protokollen nach Versuchsende laut Broschüre
- hydraulischer Verteiler mit geringem Totvolumen, ohne rotierende Komponenten und ohne Kontakt des Eluats mit Ventilkomponenten
- Sammelflaschen aus Borosilikatglas 3.3 mit Schraubverschluss und möglicher Kaskadenschaltung für größere Probenvolumen
- mobiler Vorratstank mit ca. 50 L Kapazität und platzsparender Integration im ASPA-Regal
- modulares und erweiterbares Regalkonzept mit Vollauszügen
Auswahl- / Konfigurationshilfe
Das geeignete Säulenelutionssystem hängt von Probenmaterial, Zielparametern, Sättigungszustand, erforderlicher Flussrate, Fraktionierung, Prüfstandard und Automatisierungsgrad ab. Eine Basissäule kann für flexible Forschungsarbeiten mit vorhandener Laborausstattung ausreichend sein. Pumpengestützte oder automatisierte Systeme sind sinnvoll, wenn reproduzierbarer Niedrigflussbetrieb, Fraktionierung, Drucküberwachung, Protokollierung oder hoher Probendurchsatz erforderlich sind.
- Basisaufbau: einzelne Elutionssäulen für manuelle Säulenversuche, flexible Laborversuche und kundenspezifische Testdesigns mit vorhandenen Pumpen, Tanks oder Sammelflaschen.
- Elutionseinheit für kontrollierte Säulentests: halbautomatischer Aufbau mit Membrandosierpumpe, Druckhalteventil, Schläuchen, Fittings und Vorfilter für reproduzierbaren Niedrigfluss durch gepackte Säulen.
- Automatisiertes ASPA-System: professionelles System für vollautomatische Säulenperkolationsversuche mit separat gesteuerten Kanälen, programmierbaren Prüfabläufen, Fraktionierung, Drucküberwachung und optionalem Remote Monitoring. Freie Programmierung oder vordefinierte Standards können berücksichtigt werden, zum Beispiel DIN 19528, CEN/TS 14405, EN 16637-3 und NEN 7373.
ASPA für automatisierte Säulenperkolationsversuche
Für wiederholte methodenorientierte Säulenelutionsversuche sollte ASPA als vollständige professionelle Lösung dargestellt werden. Das System kombiniert Säulen, Pumpen, hydraulische Verteiler, Eluatflaschen, Vorratstank, Steuerungsmodul, Monitoringfunktionen und Regalsystem in einem integrierten Konzept. Das ist besonders relevant für Hochdurchsatzlabore, lange Prüfsequenzen, unabhängige Fraktionierung, Dokumentationsanforderungen und kundenspezifisch programmierbare Abläufe.
- vollautomatische Säulentestdurchführung
- programmierbare kundenspezifische Prüfabläufe
- Drucküberwachung und Prozessprotokollierung
- Remote Monitoring je nach Konfiguration möglich
- ausgelegt für hohen Probendurchsatz und standardorientierte Workflows
- geeignet für Studien zur Freisetzung anorganischer und organischer Stoffe je nach Materialkompatibilität und Methodenaufbau
Wie Säulenperkolation funktioniert
In einem typischen Aufbau wird der Eluent mit definierter Flussrate aus einem Vorratsbehälter zur Säule gefördert. Die Flüssigkeit passiert die gepackte Probe und wird als Eluat zur späteren Analyse gesammelt. Stabile Flussbedingungen, kontrollierter Sättigungszustand und reproduzierbare Fraktionierung sind wichtig, wenn Materialien, Versuchsbedingungen oder Probenahmeintervalle verglichen werden sollen.
- definierte Flüssigkeitszufuhr durch die gepackte Säule
- kontrolliertes Up-flow- oder Down-flow-Konzept je nach Methode und Fragestellung
- fraktionierte Eluatsammlung für zeitaufgelöstes Freisetzungsverhalten
- geeignet für Durchbruchskurven, Mobilisierungsstudien und Elutionsverhaltenstests
- nutzbar für Böden, mineralische Materialien, Bauprodukte, Abfälle und weitere poröse Medien
Planung der hydraulischen Bedingungen
Flussrate, Sättigungszustand, Probenvorbereitung und Säulengeometrie beeinflussen die Interpretation stark. Pumpenbereich, Säulenquerschnitt, Korngrößenbereich, Verdichtung und Fraktionsvolumen sollten deshalb gemeinsam geplant werden.
- Flussrate und Perkolationsrichtung vor Auswahl von Pumpe und Säulendimension definieren
- Säulendurchmesser und Probenhöhe an Standard, Probenmaterial und Korngrößenbereich anpassen
- Probenverdichtung und Fallgewicht einplanen, wenn gleichmäßige Packung erforderlich ist
- Luftblasen, unnötiges Totvolumen und unkontrollierte Druckverluste vermeiden
- Filter-, Dicht-, Schlauch- und Fittingmaterialien nach Zielstoffen auswählen
- Fraktionsvolumen und Sammelflaschengröße an Analytik und Konzentrationsbereich anpassen
Automatisierung, Fraktionierung und Datenmanagement
Bei längeren Versuchen können halbautomatische oder automatisierte Lösungen sinnvoll sein, besonders wenn viele Fraktionen, mehrere Säulen oder strenge Dokumentationsanforderungen bestehen. ASPA ergänzt Drucküberwachung, Protokollierung, programmierbare Abläufe und unabhängige Fraktionierung, die in einem reinen Basissäulenaufbau nicht vorhanden sind.
- Parallelbetrieb mehrerer Säulen je nach Systemkonfiguration möglich
- zeit- oder volumenbasierte Fraktionierung je nach Prüfablauf und Hardware
- Drucküberwachung hilft, hydraulische Probleme während des Laufs zu erkennen
- Prozess- und Ereignisprotokollierung unterstützt nachvollziehbare Laborabläufe
- Fernüberwachung kann Standortbesuche reduzieren, ersetzt aber nicht Kontrolle und Wartung
- GLP-ähnliche Dokumentation kann nach Versuchsende erzeugt werden
Methodenbasierte Prüfung / relevante Standards
Das anzuwendende Verfahren hängt von Probenmaterial, regulatorischem Kontext und Prüfziel ab. Säulenelutions- und Perkolationsprojekte werden üblicherweise gegen eine DIN-, EN-, CEN/TS-, NEN-, EPA- oder kundendefinierte Methode konfiguriert. Standard oder Protokoll sollten vor der finalen Systemkonfiguration bestätigt werden, weil dieselbe Säule, Pumpe oder Automatisierung je nach Methode unterschiedliche Dimensionen, Flussraten, Fraktionierung und Materialauswahl benötigen kann.
Typische Referenzen
- DIN 19528:2023 — Elution von Feststoffen – Perkolationsverfahren zur gemeinsamen Untersuchung des Elutionsverhaltens von anorganischen und organischen Stoffen .
- CEN/TS 14405 — Characterisation of waste – Leaching behaviour tests – Up-flow percolation test under specified conditions .
- EN 16637-3:2021 — Construction products: Assessment of release of dangerous substances – Part 3: Horizontal up-flow percolation test .
- NEN 7373 — Säulentest für anorganische Komponenten in festen erdigen und steinigen Bau- und Abfallstoffen.
- EPA Method 1314 — Liquid-solid partitioning as a function of liquid-to-solid ratio using an up-flow percolation column procedure.
- Mantelverordnung / EBV — Anforderungen an den Einbau mineralischer Ersatzbaustoffe in technische Bauwerke.
- Kundenspezifische oder laborspezifische Protokolle — Prüfung gegen Abmessungen, Flussrate, Fraktionierung und Materialkompatibilität.
Beispiele methodenbasierter Anforderungen
- Säulendurchmesser und Probenhöhe
- Probenvorbereitung, Korngrößenbereich und Verdichtungskonzept
- gesättigter oder ungesättigter Betrieb
- Up-flow- oder Down-flow-Perkolationskonzept
- Flussrate, Flüssig-Fest-Verhältnis und Versuchsdauer
- Anzahl, Zeitpunkt und Volumen der Eluatfraktionen
- Druckgrenzen und Monitoringanforderungen
- Materialkompatibilität mit anorganischen und organischen Zielstoffen
Funktionsvergleich von Basic Set bis ASPA
| Funktion | Basic Set / Säulen | Extended Set / Elutionseinheit | Professional Set / ASPA |
|---|---|---|---|
| Einfache Durchführung von Säulentests | ja | ja | ja |
| Genaue und konstante Flussraten während des Tests | nein | ja | ja |
| Unterschiedliche Sättigungs- und Prüfflussraten möglich | nein | nein | ja |
| Fraktionierung | nein | nein | ja |
| Drucküberwachung | nein | nein | ja |
| Protokollierung | nein | nein | ja |
| Automatische Durchführung von Säulentests | nein | nein | ja |
Technische Informationen
Systemoptionen
- Glassäulen aus Borosilikatglas 3.3; PMMA oder Sonderversionen für ausgewählte Anwendungen möglich
- Standard-Säulendimensionen nach Methodenanforderung, weitere Abmessungen auf Anfrage
- werkzeugfreier Klemmschluss / Bügelspannsystem für erhöhte Druckbeständigkeit und praktische Handhabung
- Fallgewicht für gleichmäßige Probenverdichtung
- halbautomatische Elutionseinheit mit hochpräziser Membrandosierpumpe, Druckhalteventil, Schläuchen, Fittings und Vorfilter
- ASPA-System mit Säulen, Pumpen, hydraulischen Verteilern, Sammelflaschen, Vorratstank, Steuerungsmodul und Netzwerkanschluss
- optionale Saugplattenintegration für ungesättigte Versuche
- optionale Anschlüsse für Redoxelektroden, Minisaugkerzen oder weiteres Zubehör
- Edelstahl-Sonderversionen für ungestörte oder spezielle Proben nach Eignung
Typische Standard-Säulendimensionen
| Parameter | 435.50SC | 435.65SC | 435.100SC |
|---|---|---|---|
| Innendurchmesser Glasrohr | 50 mm | 65 mm | 100 mm |
| Außendurchmesser Glasrohr | 60 mm | 75 mm | 110 mm |
| Glasrohrhöhe | 300 mm | 320 mm | 440 mm |
| Glasrohrvolumen | 589 ml | 1.062 ml | 3.456 ml |
| Gesamthöhe | 410 mm | 440 mm | 610 mm |
| Material Glasrohr | Borosilikatglas 3.3 | Borosilikatglas 3.3 | Borosilikatglas 3.3 |
| Verschlussmaterial | Polyethylen (PE) | Polyethylen (PE) | Polyethylen (PE) |
FAQ
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Warum verwendet die ecoTech-Elutionseinheit eine Membrandosierpumpe statt einer Peristaltikpumpe?
Säulenelutionsversuche erfordern präzise und reproduzierbare niedrige Flussraten, häufig unter 5 ml/min. Eine Membrandosierpumpe ist für stabile Niedrigflussförderung gegen den Gegendruck einer gepackten Säule besser geeignet und kann kalibriert werden, um das tatsächlich geförderte Volumen zu prüfen. Peristaltikpumpen sind für allgemeinen Flüssigkeitstransfer nützlich, ihr Durchfluss kann aber durch Schlauchkompression, Schlauchalterung, Gegendruck und lange Laufzeiten beeinflusst werden.
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Werden Elutionssäulen nur für Standardprüfungen verwendet?
Nein. Sie werden auch für Forschungsanwendungen, Durchbruchskurven, Materialvergleiche und kundenspezifische Perkolationsstudien eingesetzt. Methodenbasierte Prüfung ist ein wichtiger Anwendungsfall, aber dasselbe Säulenkonzept kann auch explorative Forschung unterstützen, wenn die Konfiguration passend angepasst wird.
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Benötige ich ein vollautomatisches ASPA-System?
Nicht immer. Einzelne Säulen oder eine halbautomatische Elutionseinheit können für flexible Laborarbeiten ausreichen. ASPA wird besonders sinnvoll bei langen Prüfschemata, mehreren Säulen, unabhängiger Fraktionierung, Drucküberwachung, Protokollierung, hohem Durchsatz oder reduziertem manuellem Eingriff.
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Was ist der Vorteil der halbautomatischen Elutionseinheit gegenüber einer Basissäule?
Die halbautomatische Elutionseinheit liefert eine kontrollierte und reproduzierbare Flüssigkeitszufuhr durch die Säule. Sie kombiniert Säule, abgestimmte Pumpe, Schläuche, Fittings, Vorfilter und Druckhaltekomponenten und reduziert damit das Risiko, dass einzelne Peripheriekomponenten zur Fehlerquelle werden.
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Können ungesättigte Versuche durchgeführt werden?
Ja, abhängig von der ausgewählten Säulenkonfiguration. Für ungesättigte Versuche kann eine Saugplatte in den Säulenboden integriert werden, wenn Methode und Forschungsfrage diese Randbedingung erfordern.
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Kann das System an spezielle Probenmaterialien angepasst werden?
Ja. Unterschiedliche Abmessungen und Sonderversionen, einschließlich Edelstahlausführungen und zusätzlicher Anschlüsse für Sensoren oder Minisaugkerzen, sind je nach Probenmaterial und Anwendung möglich.
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Was sollte vor der finalen Konfiguration geprüft werden?
Der relevante Standard oder das Laborprotokoll, Korngrößenbereich, Säulengeometrie, Flussrate, Eluatfraktionierung, Materialkompatibilität und erforderlicher Automatisierungsgrad sollten vor der finalen Systemauswahl geklärt werden.
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